Digitalisierung für Öffentliche Auftraggeber – spannender als man denkt!


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Digitalisierung für Öffentliche Auftraggeber – spannender als man denkt!

Im neuen COMPAREX Katalog “Öffentliche Auftraggeber im Fokus” geht man den wichtigen Fragen nach: wie können Modern Workplace Konzepte in der Öffentlichen Verwaltung umgesetzt werden, welche Tools sind für welchen Anwendungsfall besonders geeignet und wie kann ein namhafter IT-Dienstleister wie COMPAREX dabei unterstützen. Unser Prädikat: sehr lesenswert.

Bei Konzeption und Design eines solchen Katalogs kommt man nicht umhin, sich mit dem jeweiligen Themen näher zu beschäftigen. Wie ist die Ausgangslage, welche Herausforderungen gibt es und welche Lösungen werden derzeit diskutiert?

 

Unser Fazit: Das “Dienst” ist gewichen, aus dem Amt wurde “Agentur” – digitaler hat das Öffentliche Auftraggeber in den letzten Jahren nur bedingt gemacht. Ein neuer Anstrich macht noch keine Sanierung. Setzt man sich mit dem Thema Digitalisierung der Öffentlichen Auftraggeber erst einmal auseinander, stellt man schnell fest, dass es hier noch ein richtig großes Feld zu beackern gilt. Die Lösungen sind erprobt, Länder wie Dänemark und Lettland haben Modellcharakter. Doch verschiedene IT-Systeme, Kompetenzdissenz zwischen Bund, Ländern und Gemeinden und natürlich das Thema Finanzierung sind die Bremsen im deutschen System.

 

Dabei leisten die Mitarbeiter in der Öffentlichen Verwaltung gute Arbeit – doch bislang gibt man ihnen nicht alle Tools in die Hand, um dabei noch effektiver zu werden und sich untereinander besser auszutauschen. Sollte der Modern Workplace nicht auch für sie Standard, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (beispielsweise dank Home Office-Regelungen) für alle gleichermaßen selbstverständlich sein? Der Fachkräftemangel macht auch vor der Verwaltung nicht Halt – gut ausgestattete Arbeitsplätze und sinnvolle Prozesse könnten die Entscheidung pro Arbeitgeber im Öffentlichen Bereich positiv beeinflussen.

 

Mit dem von der Bundesregierung eingesetzten Digitalrat sollen neue Impulse bei der Umsetzung der Digitalisierung der Verwaltung gesetzt werden. “Praxisnah beraten und antreiben” solle der Rat. Man darf gespannt sein.

 

Aktuell sieht die Situation ernüchternd aus: Laut eGovernment Monitor 2017 der Initiative D21 e.V. nimmt die Zufriedenheit der Bürger mit den Online-Angeboten der Öffentlichen Verwaltung sogar ab – häufig sind diese nicht bekannt oder das Handling ist so intransparent, dass der Nutzer abspringt. Für jeden Vorgang müssen die zuvor schon eingegebenen Daten noch einmal eingegeben werden. Das “Once-only”-Prinzip? Wird selten angewendet – was  nicht nur an der Ausstattung, sondern unter anderem auch an den Vorbehalten der Nutzer liegt. Denn nicht zuletzt muss sich auch der Bürger auf neue Verfahrensweisen einstellen. Ein Kartendeck von Bonus-Cards, private Fotos der Kinder auf Instagram, Status-Updates, wann man wo mit wem is(s)t auf Facebook, berufliche Kommunikation via WhatsApp – alles kein Problem, aber das Einwohnermeldeamt und die Kindergeldstelle sollen sich automatisch abgleichen, um das Antragsverfahren zu vereinfachen? GEHT GAAAR NICHT. Das Wahrnehmen der Verantwortung für die Verbreitung der eigenen, persönlichsten Daten muss einen größeren Stellenwert im Alltag bekommen und die Verwaltung muss sich des Vertrauens der Bürger im Umgang mit den zur Verfügung gestellten Daten immer wieder neu würdig erweisen.

 

Wohin die Reise geht? In ein paar Jahren werden wir es wissen.

 

 

 

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